Der Comic-Effekt durch Photoshop: Wie aus Fotos Comiczeichnungen werden können

Das einfache Foto ist leider immer mehr in Vergessenheit geraten. In der heutigen Zeit muss es schon etwas ganz Spezielles aufweisen, um eine Postkarte hochwertig und originell darzustellen. Gerade bei einer Einladungskarte möchte man gern das persönliche mit einer Individuellen Idee verknüpfen. Eine hilfreiche und besondere Alternative um sich hervorzuheben bietet der witzige Comicstil an. Wer sich an die Fotobearbeitung heranwagt, kann mithilfe dieses Tutorials seine eigene Idee Umsetzen um diese dann beispielsweise als Einladungskarte zur Hochzeitsfeier zu verschicken. Damit die Karte professionell aussieht sollte man sich für den Druck einen passenden Dienstleister suchen wie z.B. OvernightPrints, die sich auf hochwertige Printprodukte spezialisiert haben.

Leider besitzt nicht jede Person ein professionelles Grafiktablett oder ausreichend Erfahrungen mit Illustrationen. Dafür erweist sich Photoshop mit seinen Funktionen und Tricks jedoch als große Hilfe. So entsteht beispielsweise eine einzigartige Hochzeitskarte mit Photoshop.

1. Schritt: Auswahl des Bildes

Zuerst wählt man sich ein individuelles Foto aus. Dabei ist zu beachten, dass die einzelnen Konturen gut sichtbar sind. Dies hilft anfangs zum leichteren Erarbeiten des Comic-Effektes.

2. Schritt: Simples Zeichnen durch Transparenz

Das ausgewählte Bild wird im Photoshop geöffnet. Um das Zeichnen und, insbesondere, die Linien, besser erkennen zu können, dementsprechend genaues Arbeiten möglich wird, legt man verschiedene Ebenen an. Dazu wird eine neue Ebene im Ebenenfenster angelegt und weiß eingefärbt. Dies geschieht mit der Fülloption des Werkzeugkastens.Danach führt man einen Doppelklick auf das kleinere Schloss durch. Alles wird mit dem Befehl „OK“ bestätigt.

Jetzt ist es möglich, die vorbereitete, weiße Ebene unter die Hintergrundebene zu platzieren. Dabei vermindert sich die Deckkraft auf 70%, wodurch das Originalbild durch das Transparente erkennbar ist. Wenn dies gemacht wurde, wird eine weitere Ebene angelegt. Auf dieser wird anschließend gemalt.

3. Schritt: Pinselauswahl

Anfangs werden die Eigenschaften des Pinsels festgelegt. Dafür öffnet man in der Menüleiste das Feld mit der Bezeichnung „Fenster“ und anschließend „Pinsel“. Dies ist auch mit der Taste F5 möglich.

Um die Linien ein reales Aussehen zu verleihen, wird der Pinsel-Druck Modus eingeschaltet. Dazu geht man im Pinselmenü auf den Befehl „Formeigenschaften“. In dem geöffneten Fenster unter der Bezeichnung „Größen-Jitter“ öffnet sich ein Untermenü. Dort wählt man die Option „Zeichenstift-Druck“ aus.

Diese Anleitung wird mit den Einstellungen eines einfachen Pinsel mit einem Härtegrad von 100% und einer Größe von 5px durchgeführt. Für die Zeichnung werden unterschiedliche Größen angewandt. Der Größenrahmen bewegt sich zwischen 3xp und 9xp. Denn die Striche innerhalb des Bildes sind schmaler als die für außen.

4. Schritt: Der erste Strich ohne Furcht

Der allererste Strich ist mit der Schwierigste aufgrund der Angst, Fehler zu machen. Glücklicherweise gibt es einen nutzbaren Radiergummi, mit dem man diese ausmerzen kann. Das Mauszeichnen funktioniert am besten mit einem Grafiktablett. Dort ist die Gefahr auch am geringsten, dass die Linien unrealistisch erscheinen. Außerdem wird eine genaue Zeichnung leichter.

In dieser Anleitung aber wird nur auf das Zeichenstift-Werkzeug, das „Path“, zurückgegriffen. Dieses wählt man aus der Werkzeugliste aus. Dabei wird der Modus „Pfade“ ausgewählt, um den Pinselstrich exakt an diesen durchzuführen.

5. Schritt: Gefüllte Pfade zeigen erste Ergebnisse

Jetzt endlich beginnt das Malen der Linien. Um ein natürlichen Effekt zu erzielen, sollten diese am Besten kürzer gehalten werden. Wenn der Pfad fertig ist, kommt das Auswahlwerkzeug zum Einsatz. Dies zeichnet sich durch einen schwarzen Pfeil aus, welcher beim Berühren des Pfades erscheint. Mit dem Rechtsklick öffnet sich ein neues Fenster. Dort setzt man einen Haken bei der Option „Pfadkontur füllen“.

Jetzt ist Achtung geboten, dass man sich auf der richtigen Ebene, der Malebene, befindet. Denn nun wird der Pfad mit dem Werkzeug „Pinsel“ nachgezeichnet.Das Werkzeug wählt man sich aus der Werkzeugleiste aus, wo außerdem ein weiterer Haken bei dem Befehl „Druck simulieren“ gesetzt wird. Dadurch gewinnt man einen ersten Eindruck des Endergebnisses. Am Schluss wird der Pfad mit Hilfe der „Entfernen“-Taste entfernt. Eine andere Möglichkeit des Pfadlöschens ist der Haken im Auswahl-Werkzeug-Menü. Die Pfade sind nämlich unnötig, sobald die Linien fertig festgesetzt wurden.

6. Schritt: Zeichnen des Comic-Effektes

Mit verschiedenen Pinselgrößen nimmt das gemalte Foto immer mehr Gestalt an. Umrisslinien und weiteres Wichtiges werden mit einem dickeren, stärkeren Pinsel hervorgehoben, während innere Linien und Detailkonturen mit einen dünnen Pinsel herausgearbeitet sind. Durch die unterschiedlichen Linienstärken gewinnt die Zeichnung ein natürliches Aussehen.

Empfehlenswert ist, wie in einem echten Comic, das übertriebene Darstellen einiger besonders markanter Merkmale des Originalbildes. In diesem Schritt kann man dies nach seinem eigenen Ermessen herausfinden und ausprobieren.

7. Schritt: Den echten Comic Stil erreichen

Um einen echten und schönen Comicstil zu erreichen, wird das Werkzeug „Radiergummi“, auch unter „Entfernen“ zu finden, eingesetzt. Damit verschwinden nicht nur überflüssige, störende Linien an den Ecken und Verbindungen, sondern es wird auch der wichtige Feinschliff, die intensive Detailarbeit, durchgeführt.

Tipp: Einsatz von Short Cuts und Tastenkombinationen

Das Vorgehen mit dieser Art der Tusche-Technik stellt sich, verständlicherweise, als sehr zeitaufwendig heraus. Um diese Arbeitszeit zu verringern und angenehmer zu machen, empfiehlt sich das Verwenden eines „Short Cuts“ oder einer Tastenkombination. Diese beschleunigen den fünften Schritt, das „Ausfüllen der Pfade“, und erleichtern so die Arbeit enorm.

Leider bietet Photoshop nicht automatisch eine Tastenkombination für diesen Befehl. Dadurch wird es nötig, eine dafür einzurichten. Im Menü „Bearbeiten“ wählt man die Kategorie „Tastaturbefehle“ aus. In dem erscheinenden Fenster wird das Untermenü „Bedienfeldmenüs“ geöffnet. Anschließend befindet sich unten das Auswahlfeld „Pfade“. Dort setzt man im Feld „Pfadkontur füllen“ eine individuelle Tastenkombination fest. Anschließend ist das Arbeiten einfach: Pfad zeichnen; Tastenkombination und „Enter“ drücken; Pfad entfernen zum Schluss.

Das Finale Ergebnis – eure erste Comic Zeichnung!

 

Ein Storyboard kreieren

Wenn du einen Film machen willst, musst du als Erstes ein Storyboard kreieren, das dir helfen wird, dein Drehbuch zum Leben zu erwecken und es anderen Leuten näher zu bringen. Ein Storyboard ist eine Sammlung kleiner Skizzen, die deinen Film kurz zusammenfassen und die Schlüsselszenen darstellen – wo der Film spielen wird, welches die Hauptcharaktere sein und was für Handlungen stattfinden werden. Ein Storyboard wird oft gebraucht als ein Modell für Filmszenen, Musikvideos, Fernsehproduktionen und vieles mehr. Du kannst es von Hand zeichnen oder mit Hilfe von Computerprogrammen. Lies weiter, um zu lernen, wie du deine Geschichte ausarbeiten, einzelnen Szenen veranschaulichen und dein Storyboard klar herausarbeiten kannst.

Gestalte deine Geschichte

 

Erstelle einen Zeitplan.

Gib deiner Geschichte einen zeitlichen und örtlichen Rahmen, entscheide, in welcher Reihenfolge die Ereignisse deiner Geschichte ablaufen. So kannst du deine Geschichte am besten organisieren und wirst es schaffen, ihr Leben einzuhauchen. Auch wenn deine Geschichte nicht chronologisch abläuft (das heisst, wenn du Rück- oder Vorblenden einbaust, wechselnde Erzählperspektiven, unterschiedliche Ausgänge der Geschichte, mehrere Zeitstränge, Zeitreisen oder ähnliches), ist es trotzdem ratsam, einen Erzählstrang zu entwerfen.

  • Erstelle eine Liste der Hauptereignisse deiner Geschichte, in der Reihenfolge, in der du sie erzählen möchtest. In dieser Reihenfolge werden sie auch im Film erscheinen.
  • Wenn du ein Storyboard für einen Werbespot schreibst, lege fest, welche Szenen in welcher Reihenfolge erscheinen werden.

Bestimme die Schlüsselszenen deiner Geschichte.

Die Idee hinter einem Storyboard ist, klar zu machen, wie die Kernaussage in einen Film übertragen werden kann. Es geht nicht darum, den ganzen Verlauf in einem Daumenkino unterzubringen, sondern vielmehr darum, die Schlüsselszenen herauszuarbeiten, die den Zuschauer fesseln werden. Denke deine Geschichte gründlich durch und erstelle eine Liste der wichtigsten Momente, die du in deinem Storyboard darstellen willst.

  • Wähle dabei Szenen aus, die die Handlung von Anfang bis Ende illustrieren.
  • Es ist wichtig, Wendepunkte aufzuzeigen. Baue wichtige Wendepunkte deiner Geschichte in dein Storyboard ein, so dass es klar ist, wie die Geschichte weitergeht.
  • Vielleicht ist es auch gut aufzuzeigen, wenn die Schauplätze wechseln. Wenn die Geschichte in einer Stadt beginnt und dann in einer anderen weitergeht, sollte dies aus deinem Storyboard heraus klar ersichtlich sein.
  • Wenn du ein Storyboard für einen Werbespot schreibt, folgst du genau dem gleichen Ablauf: Wähle Schlüsselbilder aus, die den Ablauf und die Richtung des Films von Anfang bis Ende aufzeigen. Eine Faustregel für die Länge eines Storyboards könnte sein, dass ein typischer Werbespot von 30 Sekunden Länge nicht mehr als 15 Bilder im Storyboard aufweist, also etwa ein Bild alle zwei Sekunden.

Entscheide dich, wie stark du ins Detail gehen möchtest.

 Ein Storyboard kann sehr detailliert sein, mit einem Bild für jede Aufnahme. Wenn du einen Spielfilm planst, kannst du nicht so sehr ins Detail gehen. Du könntest den Film aber durchaus in einzelne Szenen aufteilen, für die du dann jeweils ein eigenes Storyboard schreibst. Das ermöglicht es dir, eine sehr detaillierte Dastellung vom Ablauf der einzelnen Szenen zu erstellen und kann dir helfen, während des Filmdrehs den Überblick zu behalten.[1]
  • Wenn du an einem Film arbeitest und diesen in einzelne Aufnahmen aufschlüsselst, erstelle einen Drehplan. Liste die Aufnahmen einzeln auf, denn für jede Aufnahme musst du dir überlegen, wie sie zusammengesetzt ist und wie du sie genau filmen willst.
  • Vergiss nicht, dass die Idee hinter einem Storyboard die ist, visuelle Klarheit zu verschaffen und sicherzustellen, dass alle vom Gleichen sprechen. Es ist nicht Kunst an und für sich. Schaue es als ein praktisches Instrument an und behalte diese praktische Sicht, wenn es darum geht zu entscheiden, wie detailliert dein Storyboard sein soll. Dein Ziel ist, dass der Zuschauer das grosse Ganze erfasst und nicht, dass er sich in der Interpretation der einzelnen Szenen verliert.
  • Ein gutes Storyboard ist für jeden, der es anschaut, einfach zu verstehen. Möglicherweise möchte sich ein Regisseur, ein Kameramann, jemand, der die einzelnen Szenen auswählt oder sogar ein Bühnenbildner oder Requisiteur (um nur einige zu nennen) auf dein Storyboard beziehen oder darauf zurückgreifen, wenn es um die weitere Entwicklung des Filmes geht.

 

Beschreibe, was jedes einzelne Element enthalten wird.

Nachdem du entschieden hast, welche Szenen du zeigen willst, musst du dir überlegen, wie du die Handlung in jeder einzelnen Zeichnung darstellen willst. Arbeite die Liste deiner Szenen ab und beschreibe die wichtigsten Elemente einer jeden Szene. Das hilft dir zu bestimmen, was du für dein Storyboard genau zeichnen sollst.

  • Vielleicht hast du zum Beispiel ein Element, das ein Gespräch zwischen zwei Hauptcharakteren zeigt. Was muss durch dieses Bild übermittelt werden? Streiten sich die beiden Charaktere, lächeln sie oder sind sie irgendwohin unterwegs? Irgendeine Handlung sollte auf jeder Zeichnung zu sehen sein.
  • Berücksichtige die Situation. Ist es wichtig, den Hintergrund der Charaktere aufzuzeigen?

 

 

Gestalte dein Storyboard

 

Entscheide dich, welches Medium du für deine Vorlage verwenden möchtest.

Du kannst ein einfaches Storyboard als Vorlage von Hand zeichnen, indem du ein Plakat mit einem Bleistift und Lineal in gleichmässige Rechtecke unterteilst. Die Gestaltung sollte der eines Comics ähneln, mit Zeilen von Quadraten, die zeigen, wie die Szene am Bildschirm aussehen wird. Falls du lieber digital arbeitest, kannst du auch Adobe Illustrator, storyboardthat.com, Microsoft PowerPoint, Amazon’s Storyteller oder inDesign verwenden, um eine Vorlage im Hoch- oder Querformat für dein Storyboard zu erstellen.

  • Die Grösse der einzelnen Quadrate sollte im gleichen Verhältnis sein wie später im Video, also zum Beispiel 4:3 für einen Fernsehbildschirm oder 16:9 für eine grössere Leinwand. Spezielle Skizzenvorlagen, die diese Seitenverhältnisse aufweisen, sind im Handel erhältlich.[2]
  • Die Vorlage für ein Storyboard eines Werbespots sollte aus einzelnen Rechtecken bestehen, in die du die Grafiken einfügst. Wenn du auch einen Bildtext einfügen möchtest, achte darauf, genügend Platz dafür freizulassen. Ausserdem solltest du auch eine Spalte für den Tonkanal einsetzen, wo du die Dialoge und die Tonspur erfassen kannst.
  • Wenn du das Storyboard für mehr als ein Projekt schreibst, kann dir ein Wacom-Stifttablett™ dabei helfen, deine Storyboards direkt in Photoshop zu kreieren.
  • Wenn du die Bilder nicht selber zeichnen möchtest, kannst du einen Storyboard-Zeichner anstellen, der die Zeichnungen für dich anfertigen kann. Du beschreibst dem Zeichner, was in jedem einzelnen Bild passiert und gibst ihm ein Drehbuch, das er als Arbeitsgrundlage benutzen kann. Er oder sie macht für dich dann entweder Schwarzweiss-Bilder oder farbige, die du dann einscannen und in die richtige chronologische Reihenfolge bringen kannst.

Entwerfe deine Skizzen.

Erwecke die einzelnen Szenen zum Leben, indem du die Skizzen, die du entworfen hast, auf die Storyboard-Vorlage überträgst. Das ist nur ein erster Entwurf, es muss also nicht perfekt sein. Beim Entwerfen einer jeden einzelnen Szene, spiele mit den folgenden Bestandteilen deines Storyboards, die du so oft wie nötig ausradieren und wieder neu zeichnen kannst:

  • Bildgestaltung (Licht, Vorder- und Hintergrund, Farbspektrum usw.)
  • Der Winkel, aus dem du filmen wirst (hoch oder niedrig)
  • Art der Filmaufnahme (Weitwinkel, Nahaufnahme, Über-die-Schulter-Aufnahme, Kamerafahrt usw.)[3]
  • Requisiten (Gegenstände im Bild)
  • Schauspieler (Menschen, Tieren, gezeichnete, sprechende Gegenstände usw., also alles, was handeln kann und nicht Dinge, die behandelt werden).
  • Trickeffekte (special effects)

Füge weitere wichtige Informationen hinzu.

Neben oder unter jedem Viereck, füge ein kleines Feld ein, indem du beschreibst, was in dieser konkreten Szene geschieht.[4] Beziehe auch den Dialog ein, der gesprochen werden wird. Ausserdem ist es gut anzugeben, wie lange die Aufnahme dauern wird. Nummeriere dann schliesslich die einzelnen Vierecke, so ist es einfacher, sich auf die verschiedenen Szenen zu beziehen, wenn du dein Storyboard mit anderen besprichst.

Stelle dein Storyboard fertig.

Sobald du die springenden Punkte des Ganzen festgelegt hast und jedes Bild gezeichnet ist, überarbeite dein Werk und gib ihm den letzten Schliff. Vergewissere dich, dass jedes einzelne Bild die Handlung darstellt, die du im Kopf hattest. Wenn nötig, verbessere die Beschreibungen und die Dialoge. Es ist keine schlechte Idee, das Storyboard von jemandem gegenlesen zu lassen, der dir eine Rückmeldung geben kann, ob es gut verständlich ist und einen angenehmen Erzählfluss hat.[5]

  • Überlege dir, ob du dein Storyboard in Farbe gestalten möchtest. Wenn du ein Storyboard für einen Werbespot machst, kann dir Farbe helfen, auf gute Ideen zu kommen.
  • Vergiss nicht, dass die Zeichnungen nicht unbedingt sehr realistisch oder perfekt ausschauen müssen. Je nachdem, wer dein Zielpublikum ist, können auch Strichmännchen genügen. In den meisten Fällen müssen Storyboards nicht perfekt sein, es reicht, wenn dein Team es versteht.

Gib deinem Storyboard den letzten Schliff

Denke perspektivisch von drei Punkten aus.

Die Zeichnungen in deinem Storyboard müssen zwar nicht aussehen, als seien sie von einem professionellen Zeichner angefertigt worden, es gibt aber ein paar Tricks, die du anwenden kannst, um deinen Bildern mehr das Aussehen von Filmszenen zu verleihen. Das ist nicht unbedingt nötig, aber es kann den Menschen, mit denen du zusammenarbeitest, helfen, sich die Aufnahmen besser vorzustellen.[6]

  • Anstatt all deine Darsteller so zu zeichnen, als stünden sie alle auf derselben horizontalen Linie, versetze sie leicht und verändere so die Perspektive. Stelle eine Person etwas weiter weg von der Kamera und andere näher. Diejenigen, die weiter von der Kamera weg sind, zeichnest du kleiner und ihre Füsse sind innerhalb vom Bild weiter oben, während diejenigen näher bei der Kamera weiter unten im Bild stehen und grösser erscheinen.
  • So hast du eine viel klarere Vorstellung davon, wie du Regie führen möchtest, wenn du das Storyboard in einen Film überträgst.

 

Überlege dir, warum du an bestimmten Stellen einen Schnitt einfügst.

Wenn du ein Storyboard für deinen Film machst, denke darüber nach, warum du wo Schnitte einfügst. Um die Geschichte vorwärts zu treiben, reicht es nicht aus, einfach zum nächsten Handlungspunkt zu gehen. Du musst einen Grund angeben, warum deine Darsteller sich so verhalten, wie sie es eben tun. Wenn du die Gründe für deine Schnitte in dein Storyboard einbaust, ist es einfacher, einen Spannungsbogen aufzubauen und die Geschichte weiterzutreiben, wenn du den Film dann wirklich machst.

  • Hier ein Beispiel zur Illustration: Wenn du von einem Raum in den anderen wechselst und so einen Schnitt machst, lass deinen Darsteller in der ersten Szene Richtung Türe schauen, weil er vielleicht ein Geräusch hört.
  • Das verleiht deiner Geschichte Kontinuität und hält den Zuschauer bei der Stange.

Lass zu, dass sich dein Storyboard mit der Zeit verwandelt.

Dein Storyboard ist ein ungemein nützliches Instrument sein, das du bei der Regie deines Films verwenden kannst. Wenn du dich aber zu stark auf dein Storyboard abstützt, kann da auch einengend sein. Wenn du deinen Film produzierst, wirst du automatisch Ideen haben, die dir beim Erstellen deines Storyboards noch nicht gekommen sind. Erlaube dir, dich ein wenig von deinem Storyboard zu entfernen oder zumindest, es zu überarbeiten. So ist der Prozess des Filmemachens ein wenig lebendiger.[7]

  • Vergiss nicht, die Einfälle anderer Leute zu berücksichtigen, während du den Film produzierst, vor allem, wenn du mit einer begabten Filmtruppe zusammen arbeitest. Ein Storyboard ist dazu da, bearbeitet und geändert zu werden und kann oft von Ideen profitieren, die dir vielleicht nicht eingefallen wären.
  • Die meisten Regisseure haben ihren eigenen Stil, wenn sie ein Storyboard kreieren. Einige legen jedes letzte Detail fest, während andere das Storyboard nur als grobe Anleitung brauchen.

Tipps

  • Storyboards können nicht nur für die Planung eines Films verwendet werden. Du kannst ein Storyboard auch dazu brauchen, eine Abfolge von Handlungen zu veranschaulichen oder komplexere Webseiten zu illustrieren.
  • Wenn du nicht zeichnen kannst, gibt es Software, die dir beim Kreieren deines Storyboards behilflich sein kann. Eine Auswahl vorgezeichneter Gegenstände können ausgewählt und in das Storyboard eingefügt werden.

Was du brauchst

  • Blätter für die Skizzen
  • Blätter für das Storyboard
  • Zeichnungsutensilien
  • Bildverarbeitungsprogramme
  • Scanner

 

Quellen und Zitate

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