Was sind eigentlich Adventskalender?

Seit dem 19. Jahrhundert gibt es in der christlichen Welt während der Adventszeit den Brauch, den Kindern die Zeit bis Weihnachten zu verkürzen, indem sie jeden Tag beim Adventskalender ein Türchen öffnen dürfen. Dadurch soll die Vorfreude auf das Weihnachtsfest gesteigert werden.

Von selbst gemalten Bildern zum Schokoladen-Adventskalender.

Der erste selbst gebastelte Adventskalender entstand vermutlich im Jahr 1851 und diente als Zählhilfe bzw. Zeitmesser. Religiöse Familien hängten zwischen dem 1. und 24. Dezember jeden Tag ein selbst gemaltes Bildchen an die Wand. In ärmeren Haushalten war es aber auch üblich, dass in der Adventszeit 24 Kreidestriche an die Wand gemalt wurden und die Kinder jeden Tag einen davon löschen durften.

So wussten sie genau, wie lange es noch bis zum Weihnachtsabend dauerte. Der deutsche Verleger Gerhard Lang entwickelte den ersten Schokoladen-Adventskalender. Damals war dies noch ein „Christkindlhaus zum Füllen mit Schokolade“. Heute kennt jedes Kind den Adventskalender als Wandkalender mit weihnachtlichen Motiven, in dem sich 24 Türchen befinden, hinter denen entweder Bilder, Sprüche, Süßigkeiten oder andere Überraschungen warten.

Diese Form des Adventskalenders erreichte ab den 1950er Jahren große Popularität, die ungebrochen bis heute anhält.
Kulinarischer Adventskalender versüßt die Wartezeit

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„Ab ins Zelt“

Da nicht nur Kinder an der Adventszeit und an der Freude, die ein Adventskalender mit sich bringt, Gefallen finden, wird das Prinzip des Adventskalenders heutzutage oft auf Veranstaltungen in der Adventszeit übertragen. So feierte 2011 zum Beispiel der kulinarische Adventskalender „Ab ins Zelt“ sein 10-jähriges Jubiläum. In einem großen Festzelt, das mit allen Raffinessen einer richtigen Veranstaltungshalle ausgestattet ist, wird bei dieser Veranstaltung den Gästen ein Comedy-Programm verbunden mit kulinarischen Freuden geboten.
An den Tagen vor Weihnachten tritt auf der Bühne des 600 Quadratmeter großen Zeltes jeden Tag ein anderer Comedy-Star auf und versüßt so auch den großen Comedy-Fans die Wartezeit bis Weihnachten. Die Besucher kommen, um einen lustigen Abend in dem festlich hergerichteten Zelt zu verbringen und von Spitzenköchen verwöhnt zu werden. Weil auch das Auge mitisst, ist der Veranstaltungsraum mit Adventsdekoration und einem großen Brunnen ausgestattet. All dies macht den besonderen Adventskalender „Ab ins Zelt“ seit einer Dekade zu einem großen Erfolg.

Lebendige Adventskalender – eine Stadt freut sich auf Weihnachten

Neben derartigen Veranstaltungen sind auch lebendige Adventskalender sehr beliebt. Dabei werden in den verschiedenen Teilen einer Ortschaft Fenster mit weihnachtlicher Dekoration und einer der Nummern 1 bis 24 dekoriert und abends beleuchtet.

Am jeweiligen Tag trifft man sich dann vor dem passenden Haus. Oft werden Geschichten oder Adventsgedichte vorgetragen und bei Punsch und Glühwein ein gemeinsamer Abend verbracht. Viele Orte verwenden auch die Fassaden großer Häuser, wie zum Beispiel des Rathaus, als Adventskalender.

Täglich wird hier abends ein neues Fenster weihnachtlich beleuchtet, sodass der ganze Ort die Zeit bis zum Weihnachtsfest ablaufen sieht. Ein weltbekannter Gebäude-Adventskalender ist zum Beispiel das Wiener Rathaus, vor dem alljährlich der berühmte Wiener Christkindlmarkt stattfindet.

 

kleckerlabor

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