Was gibt es zu beachten, wenn man Acrylfarben kaufen will?

Malen mit Acrylfarben gehört im Hobby, wie im professionellen Bereich zu den beliebtesten Maltechniken. Hast auch du Interesse daran, deine künstlerischen Techniken zu verfeinern? Dann solltest du einiges über Acrylfarben wissen, um gut mit ihr umgehen zu können.

Ein kleiner Geschichtsausflug

Was ist Acrylfarbe überhaupt? Nun, ihr genauer Aufbau hat einen sehr langen chemischen Namen. Diese Farben sind polymerisierte Acrylsäureester. Sie sind also eine chemische Verbindung, die mit einem anorganischen Lösungsmittel, meist auf Erdölbasis verbunden werden. Es gibt aber auch einige Lacke, die mit organischen Lösungsmitteln verbunden sind.
Der erste bekannte Ursprung von Acrylfarben findet sich im Jahre 1934 bei der in Deutschland sitzenden, aber multinational tätigen Firma BASF. Sie ließen sich eine Dispersion – also eine Flüssigkeit mit feinen festen Bestandteilen – als Acrylharzdispersion patentieren. Die erste marktfähige Mischung gab es dann 1946 in den USA.

Welche Eigenschaften hat Acrylfarbe?

Die Vorteile, die du in Acryl finden kannst, sind seit langem bekannt und von Künstlern hoch geschätzt.
Acrylfarben sind wasserlöslich und leicht zu verdünnen. Sie haben keinen Geruch, im Gegensatz zu Ölfarben, die recht stark riechen können. Trotz dessen, dass sie leicht verdünnt werden können, sind sie enorm beständig. Einmal getrocknet, trotzen die Farben der erneuten Verdünnung durch Wasser und den Angriffen von Säuren und Laugen.
Acrylfarbe kann auf jedem Untergrund benutzt werden und eignet sich daher auch zum malen auf Holz, Stoff und sogar auf Metall. Ihr größter Vorteil aber ist zugleich ihr größter Nachteil: Sie trocknet sehr schnell. Wenn du Acrylfarbe nutzen willst, dann musst du schnell malen können.

Ölfarben und Acrylfarben – Ein kleiner Vergleich

Du wirst sicher vor der Wahl stehen, ob du statt Acryl nicht lieber Öl nehmen willst. Die beiden sind ewige Konkurrenten auf dem Kunstmarkt. Ölfarben haben in der Tat einige Vorteile, die Acrylfarben fehlen. Die Farben sind leuchtender und besitzen eine größere Deckkraft. Zudem trocknen sie nicht so schnell, was auch ein langsames arbeiten möglich macht. Allerdings sind sie nur mit Terpentin zu verdünnen und daher sehr schädlich für die Umwelt. Auch der Geruch wird von vielen Neulingen im Kunstbereich als unangenehm empfunden.

Acrylfarben sind dabei oft das genaue Gegenteil. Sie trocknen schnell, sind etwas dunkler, können leicht verdünnt werden und decken nur schwer ab. Allerdings kann man sie mehrfach übereinander verwenden.

Wie Acrylfarben nutzen?

Bei der Arbeit mit Acrylfarben musst du nur wenige Grundlagen beachten. Im Grunde kannst du nur eines wirklich falsch machen und das ist, wenn du dir zu viel Zeit beim malen lässt. Es ist daher ratsam, wenn du dir eine Vorlage anlegst. Du kannst Acrylfarben übrigens problemlos miteinander mischen, um neue Töne herzustellen.
Acrylfarben können auch ohne Verdünnung benutzt werden, dann aber können die getrockneten Farben Risse bekommen. Daher ist es besser für dich, sie zu verdünnen und in Schichten aufzutragen.

Wie kann man zu schnelles trocknen verhindern?

Sehr ärgerlich ist, wenn deine Farbe trocknet, noch bevor du fertig bist. Da gibt es einige Tricks. So existieren beispielsweise Paletten, die du abschließen kannst, so dass die Farben feucht bleiben, während du mit ihnen malst.
Willst du länger malen können, dann helfen Trocknungsverzögerer. Sie werden über die noch feuchte Farbe gestrichen und bilden eine Art Film, der verhindert, dass das Wasser entweichen kann. Die Verzögerer sind farb- und geruchlos und beeinflussen nicht die Malbarkeit der Farben. Du kannst also ohne Verluste weiter zeichnen.

Was ist wichtig beim Kauf?

Acrylfarben gibt es in mehreren Preis- und Qualitätsklassen. Studienfarben und Künstlerfarben sind die bekanntesten Stufen. Echte Künstlerfarben haben eine besonders hohe Deckkraft, für Acryl und sind entsprechend teuer. Bist du noch neu auf diesem Kunstsektor, dann solltest du zu Studienfarben greifen, denn sie sind billiger und können leichter verdünnt werden, was das ausbessern von Fehlern leichter macht.
Einige Hersteller bieten Acrylfarben mit unterschiedlicher Deckkraft an. Auch wenn sie die gleichen Namen tragen, kann man sie anhand eines Vermerks auf der Verpackung unterscheiden. Für schöne leuchtende Farben achte auch die Lichtechtheit der Partikel. Sie wird als eine Skala von Sternen angegeben. Gute Farbe hat zwischen drei und fünf Sternen.

Conté (Stifte)

Ein Conté-Stift besteht aus stark gepresster Kreide in Form eines kleinen rechteckigen Stäbchens. Die Farbpalette beschränkt sich hauptsächlich auf die Erdfarben Bister, Sepia und Rötel sowie Schwarz, Weiß und diverse Grautöne. Entwickelt wurde der Stift 1795 von seinem Namensgeber Nicolas-Jacques Conté.

Conté (Stifte)

Conté (Stifte)

Conté-Stifte eignen sich ähnlich wie Zeichenkohle für kontraststarke Zeichnungen und sind leicht mit dem Finger verwischbar. Daher werden solche Zeichnungen für gewöhnlich nach der Fertigstellung fixiert.

 

 

Creative Commons Lizenzvertrag
Conté (Stifte) von Wikipedia ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Produktreview: Copic Sketch

Copic Sketch

Copic-Marker werden nicht nur von Künstlern, sondern von professionellen Illustratoren, Architekten, Mode- oder Comiczeichner verwendet. Die Malgeräte sind Marktführer für die Bereiche Illustration und Layout. Hersteller ist die japanische Firma Too.Diese Marker sind geruchsintensive Malgeräte auf Alkoholbasis. Voraussetzung für die Anwendung sind möglichst gut gelüftete Räume. Mit den Markern können ihre Anwender Farbe streifenfrei auftragen.Es gibt vier verschiedene Varianten von Copic Markern. Die Malgeräte haben immer zwei verschiedene Enden und bestehen meist aus einer breiten Markerspitze („broad nib“) sowie einer pinselartigen Spitze („super brush nib“). Die Art der Spitze hängt von dem jeweiligen Copic Marker ab.Der Copic Sketch ist ein normaler Marker, die anstelle einer normalen Spitze eine Pinselspitze hat. Auf seiner anderen Seite hat er eine normale breite Seite. Für die Copic Sketch Variante gibt es ganz spezielle Wechselspitzen und Nachfüllfarben nachzukaufen. Durch die Pinselspitze ist es möglich, in unterschiedlichen Breiten zu malen. Die Stifte selbst sind leicht abgerundet und sehr flach. Neben den Copic Sketch gibt es noch die Varianten Copic Ciao, Copic Wide und Copic Multiliner.

Copic Sketch Marker Anwendungen
Durch die einmalige „Super Brush Pinselspitze“ können Anwender des Copic Sketch einen weichen, geschmeidigen Pinselauftrag produzieren. Maler können durch den spitz auslaufenden Strick unzählige Designs und Skizzen herstellen. Insgesamt sind 358 Farbtöne erhältlich, die durch einen Farbcode zur Identifizierung gekennzeichnet sind. Der jeweilige Code befindet sich auf der eingefärbten Kappe und dem Korpus des dazugehörenden Markers.

Der Copic Sketch eignet sich für alle, die ihre künstlerischen Gestaltungsideen innerhalb weniger Minuten perfekt ausdrücken möchten. Die riesige Farbpalette ermöglicht vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Der Marker kann bis zu zwölf Mal pro Flasche mit Farbe nachgefüllt werden. Beide Spitzen sind problemlos austauschbar.

Der Copic Sketch versteht sich für alle Künstler als einmalige, nachhaltige und kostengünstige Variante, weil die Marker sich durch eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer auszeichnen. Nur das Markersystem von Copic gewährleistet Professionalität und solche Standards.

Airbrush, Spitzen und Zubehör
Jeder Copic Sketch Marker kann in ein Airbrushing-System verwandelt werden. Dabei reicht es, ihn in einen speziellen Spritzaufsatz zu stecken. Er wird anschließend an eine Druckluftdose oder Kompressor angeschlossen und es entsteht Airbrushing live.

Um den Malgeräten ihre fast unbegrenzte Lebensdauer zu ermöglichen, können diese jederzeit mit neuen Spitzen bestückt werden.

Wer schon mehrere Marker besitzt, kann sich eine spezielle Box oder Tragetasche anschaffen. In einer Box lassen sind alle Copic Marker übersichtlich und griffbereit verstauen. Weiteres nützliches Werkzeug und Zubehör runden das Angebot ab.

Copic Sketch als günstige Marke
Entgegen der allgemeinen Meinung sind die Copic Marker die günstigste Marke aller Layoutmarker. Nur Marker von Copic können mit einer einzigen Flasche mit „Various Ink“ bis zu zwölf Mal aufgefüllt werden. Daraus ergibt sich ein günstiger Preis, der nicht zu toppen ist. Die Anwendung von „Various Ink“ ermöglicht ebenfalls die Kreation eigener Farbmischungen, wodurch die Malgeräte für ihre Besitzer einzigartig werden und noch dazu über eine fast unbegrenzte Lebensdauer verfügen.

Farbauswahl
Alle erhältlichen Copic-Farben können in Various-Ink-Nachfüllflaschen nachgekauft werden. Die angegebenen Farbcodes der Copic Marker entsprechen denen der Various Ink. Nutzer müssen also nur die gewünschte Farbe suchen und können den Marker nachfüllen. Dabei wird einfach die breite Markerseite mit einer Pinzette herausgezogen und die Farbflüssigkeit in die Öffnung des Markers gegeben.

Der Farbcode beginnt zunächst mit Buchstaben. Dabei bedeuten beispielsweise BV = blau-violett, R = rot, Y = gelb, G = grün, B = blau oder E = braun („earth“). Der Code wird nach den Buchstaben durch eine zweistellige Zahl fortgesetzt, wobei die erste der Ziffern angibt, ob ein Ton kräftig oder schwach ist und die zweite Ziffer die Helligkeit der Farbe darstellt. Null bedeutet also einen hellen und neun einen dunklen Farbton.