Deinem Kunstwerk einen Namen geben

Einem Kunstwerk einen Namen zu geben kann sehr kompliziert sein, da der Name eine weitere Bedeutungsebene für das Kunstwerk enthüllt. Das richtige Gespür in der richtigen Kombination aus Worten zu vermitteln kann schwierig sein. Es gibt keine erprobte Methode für das Benennen eines Kunstwerks, aber es gibt Strategien und Übungen, die dir helfen können, den besten Namen zu bestimmen, um deine harte Arbeit und Kreativität darin widerzuspiegeln. Dieser Artikel hilft dir, diesen perfekten Namen zu finden.

Teil1

Ein Brainstorming für Ideen und Themen machen

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    Erstelle eine Liste der zentralen Dinge für das Kunstwerk. Denke über eine Liste mit Ideen nach, die das widerspiegeln, worum es bei deinem Kunstwerk geht. Es kann so etwas Einfaches wie „Baum“ oder „Mädchen“ sein, aber auch etwas Thematisches oder Unterbewusstes wie „Freundschaft“ oder „Kindheit“. Denke darüber nach, was die Bedeutung des Kunstwerks ist und wie der Name oder Titel diese vermitteln kann.
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    Identifiziere deine Motivation hinter dem Kunstwerk. Was hat dich dazu gebracht, dieses Kunstwerk zu erschaffen? Reflektiere über deine Gefühle in Bezug auf dieses Kunstwerk und was du mit den Menschen, die sich mit deinem Kunstwerk beschäftigen, teilen möchtest. Welches Gefühl vermittelt dir das Kunstwerk? Finde die Geschichte, die du erzählen willst.
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    Bestimme den Schwerpunkt des Kunstwerks. Bei Kunst gibt es bestimmte Teile des Werks, von denen der Künstler möchte, dass die Betrachter ihn zuerst sehen und die meiste Aufmerksamkeit darauf legen. Worauf sollen sich die Leute konzentrieren, wenn sie sich dein Kunstwerk anschauen? Wenn du dein Kunstwerk nach dem Schwerpunkt benennst, kann dies den Leuten helfen, dein Kunstwerk besser zu verstehen.[1]

    • Johannes Vermeers “Das Mädchen mit dem Perlenohrring” lenkt die Aufmerksamkeit auf das kleine Schmuckstück im Ohr des Motivs.[2]
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    Berücksichtige, was die Leute wissen müssen. Oftmals hilft der Name den Betrachtern zu verstehen, was sie sich anschauen. Ein Name kann den Betrachtern das Werkzeug an die Hand geben, damit sie wissen, wie sie das Werk interpretieren sollen. Was sollen die Betrachter über dein Kunstwerk wissen?[3]

    • Soll der Titel die Betrachter direkt in Richtung einer bestimmten Interpretation lenken? Ein Kunstwerk, bei dem z.B. ein Hund am Strand sitzt, kann auf verschiedene Arten interpretiert werden. Aber wenn du dem Werk den Titel „Ausgesetzt“ verleihst, wird der Betrachter davon ausgehen, dass der Hund am Strand ausgesetzt wurde. Wenn du ihm den Namen „Bester Freund“ gibst, werden die Leute anders auf die Präsenz des Hunds reagieren.
    • Einige Künstler bevorzugen es, die Bedeutung ihres Kunstwerks nicht zu nennen und lassen den Titel bewusst unklar.
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    Lasse den Titel für dich selbst eine Bedeutung haben. Egal, was dein Grund für die Wahl eines bestimmten Namens ist, lasse ihn für dich Bedeutung haben. Schließlich bist du der Künstler und hast das Kunstwerk vorrangig für dich erschaffen. Einige Künstler mögen gerne Namen, die eine bestimmte Bedeutung vermitteln, damit sie sich an bestimmte Details der Erschaffung des Kunstwerks erinnern, was sie dazu inspiriert hat und so weiter.[4]

    • Frida Kahlo hat einem Gemälde, das sie während einer stürmischen Affäre mit dem Exilkomministen Leo Trotsky erschuf, den Namen „I Belong to My Owner“ gegeben. Das Gemälde wilder Blumen in einer Vase symbolisiert ihre überwältigende Liebe für Trotsky in Kombination mit ihrem Bedürfnis, diese Affäre zu beenden.[5]

Teil2

Inspiration finden

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    Suche in Gedichten oder Zitaten nach Inspiration. Wenn du Teile deines Lieblingsgedichts oder -zitats verwendest, kann dies einen interessanten, geeigneten Titel für dein Kunstwerk ergeben. Auf ähnliche Weise könntest du eine Passage aus einem Buch nehmen. Diese sollte jedoch nicht zu lange sein. Wähle etwas Kurzes. Wähle außerdem etwas, das etwas zur Bedeutung des Kunstwerks beizutragen hat, nicht etwas völlig Wahlloses, das nichts aussagt.[6]

    • Es sollte hierbei keine Urheberrechtsprobleme geben, es sei denn du verwendest ein langes Zitat. Wenn du nur ein paar Wörter aus einem Gedicht oder Buch hast und du es auf neue Weise zuordnest, wäre dies wahrscheinlich durch die „Fair Use“-Richtlinien geschützt.[7]
    • Pam Farrell gab ihrem Gemälde den Namen “Seasick Sailor”. Dies waren Worte, die sie in einem Lied von Beck und von Bob Dylan gehört hatte.
    • David White verwendete Titel von Büchern und Filmen wie “The Man Who Knew Too Much” und “The Man Who Would Be King” und hat diese in Namen für eine Reihe Gemälde umfunktioniert. Eines seiner Gemälde ist “The Man Who Was Tired of Perpetual War” und hat die Handlung nach der Person in seinem Gemälde genannt.[8]
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    Bitte um Vorschläge. Sprich mit Familie, Freunden oder anderen Künstlern, um Vorschläge für einen guten Namen zu bekommen. Es kann sein, dass sie interessante, inspirierende Ideen haben, an die du noch nicht gedacht hast.

    • Schmeiße alternativ eine „Namensgebungsparty“ mit anderen Künstlern oder Freunden. Schmeiße eine Party und zeige das Kunstwerk. Bitte jeden, Vorschläge für einen Namen zu machen. Bei einigen solcher Partys wird verlangt, dass alle Gäste bleiben, bis Vorschläge gemacht und ein Name gewählt wurde.[9]
    • Der Maler Jackson Pollock hat seine Gemälde oft einfach nummeriert, z.B. “Number 27, 1950”, aber der Kunstkritiker Clement Greenberg würde den Gemälden poetische Namen verleihen wie “Lavender Mist” oder “Alchemy”, um eine Unterscheidung herbeizuführen.[10]
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    Erweise einem künstlerischen Einfluss Ehre. Wenn deine Kunst oder dein künstlerischer Stil besonders von einem bestimmten Werk oder Künstler beeinflusst wird, könntest du in Betracht ziehen, dein Kunstwerk danach zu benennen. Den Einflüssen eine solche Ehre zu erweisen kann eine gute Quelle für die Namen von Kunstwerken sein.

    • Andy Warhol erschuf eine Reihe von der Popkultur beeinflusste Gemälde mit dem Namen „The Last Supper” als Neuinterpretation von Leonardo da Vincis “The Last Supper”.[11]
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    Sieh dir die Namen anderer Kunstwerke an. Beobachte, wie andere Künstler ihre Kunstwerke benennen. Lies die Geschichte, warum einem bestimmten Kunstwerk ein bestimmter Name gegeben wurde. Lies die Namen für verschiedene Arten von Kunstwerken, von klassischen Gemälden und modernen Zeichnungen bis hin zu Skulpturen und Videokunst.

Teil3

Die Wortwahl für einen Namen wählen

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    Suche nach Synonymen. Der Name dreht sich vielleicht um ein bestimmtes Thema, aber die Wortwahl gefällt dir vielleicht nicht. Schlage in einem Thesaurus Schlüsselbegriffe nach, um auf alternative Wörter zu kommen, die das Gleiche bedeuten.[12]
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    Füge anschauliche Wörter hinzu. Vielleicht hast du ein paar Schlüsselbegriffe, die das Thema beschreiben, das du vermitteln willst. Anschauliche Wörter hinzuzufügen kann deinem Namen mehr Dimension verleihen. Denke dir Adjektive oder Adverbien aus, mit denen du den Namen vielleicht verbessern kannst.

    • Georgia O’Keeffe nannte ein Gemälde „Calla Lily Turned Away“, was das florale Motiv ihres Werks weiter beschrieb.[13]
    • Mary Cassatt nannte ein Gemälde „Mrs. Duffee Seated on a Striped Sofa, Reading“ und hat das offensichtlichste Motiv so ausgedehnt, dass es mehr Details des Gemäldes enthält.
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    Versuche es mit verschiedenen Kombinationen. Verschiebe die gewählten Wörter, um zu sehen, wie sie ineinander fließen. Die Wörter in eine andere Reihenfolge zu bringen kann die Bedeutung ein wenig verändern oder der Name kann einfacher genannt werden.

    • Sage die Wörter laut, um zu hören, wie sie zusammen klingen.
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    Wähle einen rein anschaulichen Titel. Statt in einen komplexen Prozess der Namensgebung einzutauchen, erwäge, deinem Kunstwerk einen sehr einfachen Titel zu verleihen, der genau beschreibt, was im Kunstwerk zu sehen ist. Dies könnte etwas wie „Holztisch mit Obstschale“, „Roter Ball“ oder „Schaukelndes Mädchen“ sein.

    • Emily Carr hat viele ihrer Gemälde auf einfache Weise benannt, z.B. “Breton Church” und “Big Raven”.[14]
    • Claude Monets „Stillleben: Äpfel und Trauben” ist das Gemälde des Stilllebens eines Tisches mit Obst.[15]
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    Übersetze einen Titel in eine andere Sprache. Schlüsselbegriffe, die das Thema deines Kunstwerks widerspiegeln, resonieren in einer anderen Sprache vielleicht besser. Wähle ein paar Wörter und versuche es dann mit diesen in einer anderen Sprache.

    • Stelle sicher, dass du die Wörter in der anderen Sprache richtig schreibst. Überprüfe alle Akzente oder andere erforderliche Markierungen in den Wörtern. Wenn du diese weglässt, kann dies die gesamte Bedeutung eines Worts möglicherweise verändern.
    • Finde möglichst jemanden, der diese Sprache spricht. Lasse ihn den Namen überprüfen, um sicherzugehen, dass er keine unerwünschten Nebenbedeutungen hat.

Teil4

Den Namen fertigstellen

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    Schau, ob es andere Werke mit dem gleichen Namen gibt. Das Ziel bei der Benennung deines Kunstwerks ist, dafür zu sorgen, dass es sich von anderen Kunstwerken abhebt. Wenn es den gleichen Namen hat wie ein anderes Kunstwerk – insbesondere ein bekanntes – kann dies deine Kunst unbeabsichtigt mit der von jemand anderem in Verbindung bringen und so das Risiko von Verwirrung, Fehlinterpretationen oder einfach eines grundlegenden Mangels an Originalität tragen.

    • Suche im Internet nach deinem Namen und schau, was du findest.
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    Frage andere nach ihrem Eindruck zu deinem Namen. Der Name hat für dich vielleicht eine gewisse Bedeutung, für jemand anderes aber eine völlig andere. Dir erste Reaktionen und Feedback zu deinem Namen einzuholen kann eine gute Möglichkeit sein, um zu verstehen, wie er ankommt.

    • Erwäge, ob der Titel mehrdeutig ist oder auf verschiedene Arten interpretiert werden kann.
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    Überprüfe die Rechtschreibung. Wenn es nicht mit Absicht geschieht, schicke dein Kunstwerk nicht mit einem falsch geschriebenen Titel in die Welt hinaus. Der Fehler kann dazu führen, dass du weniger professionell erscheinst oder als Künstler weniger ernst genommen wirst. Überprüfe genauso die Grammatik, vor allem wenn der Name länger ist als eine Phrase.[16]
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    Lasse den Titel für dich arbeiten. Während du einem Kunstwerk vielleicht einen Namen verleihst, um ihm eine zusätzliche Bedeutung zu verleihen, könntest du ein Kunstwerk auch so benennen, damit du dich selbst als Künstler bewerben kannst. Verzichte auf die Bezeichnung „Ohne Titel“ und strebe stattdessen ein unterscheidbares Kunstwerk an.[17] Dies kann deinem Kunstwerk potenziell sogar Wert geben.[18]

    • Gemälde in einer Serie könntest du fortlaufend benennen, z.B. „Blauer Zaun Nummer 1“, „Blauer Zaun Nummer 2“ und so weiter. Es kann jedoch schwierig sein, hierbei den Überblick zu behalten. Wähle verschiedene Titel und hilf dir so selbst, deine einzelnen Werke im Blick zu behalten.
    • Gutachter, Kritiker und Sammler können mit einem spezifischen Titel genauer auf deine Werke verweisen. Wenn du deine Werke „Ohne Titel“ nennst, wird es schnell verwirrend, von welchem Werk gesprochen wird.
    • Wenn du einen einzigartigen Namen hast, kann es den Leuten die Suche im Internet nach deinem Werk erleichtern.[19]
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    Achte darauf, dass der Name Hand in Hand mit deinem Kunstwerk geht. Wenn du deine Kunstwerke überhaupt in Umlauf bringen willst, stelle sicher, dass der Titel zum Kunstwerk passt. Schreibe ihn auf die Rückseite des Kunstwerks.[20]

    • Wenn du deine Kunstwerke im Internet postest, stelle sicher, dass der Titel mit dem Kunstwerk genannt wird.[21] Dies kann dein Online-Profil verbessern, indem deine Kunstwerke leichter zu finden sind.

Tipps

  • Du alleine bist derjenige, der das letzte Wort in Bezug auf den Namen deines Kunstwerks hat. Als Künstler hast du die volle Kontrolle über das Gesamtkunstwerk – einschließlich des Namens.

 

 

 

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Aus Alt mach Neu – T-Shirts nach Geschmack aufpeppen

Wer kennt das nicht? Der Kleiderschrank beherbergt eine Menge Klamotten, aber nur ein Bruchteil der Sachen wird wirklich getragen. Das Sammelsurium im Schrank wächst dann progressiv an, aber die Menge der getragenen Kleider wird dennoch nicht größer. Es braucht ein wenig Motivation um das Tragen von alten T-Shirts wieder zu forcieren. Glücklicherweise gibt es viele simple und effektive Ideen, die die alten T-Shirts wieder aufgepeppt werden können und der Spaß am Tragen zurückkommen kann. Dabei ist neben ein bisschen Kreativität nur noch der Wille gefragt, den eigenen Kleiderschrank wieder zu erobern.

T-Shirts aufpeppen

Mit eigenen Designs den Individualismus unterstreichen

Eine sehr einfache, aber durchaus beliebte Methode, ist das kreative Entwerfen eigener Motive und Designs. Die Motive für die T-Shirts können aufgezeichnet werden und dann zu einer Druckerei gebracht werden, die dann die Ausführung übernimmt. Dabei kann ganz individuell mit Farben und Mustern gearbeitet werden. Das eigene Sternzeichen oder vielleicht der Namenszug der Schule oder Universität kommt immer gut an. Vielleicht soll es aber auch ein Familienfoto sein, oder ein Bild des letzten Bowlingabends mit dem Pokal in der Hand. Motive gibt es praktisch unendlich viele. Auch neue T-Shirts von Bamigo können prima auf diese Weise individualisiert werden.

Mit Löchern und Fransen den Trendanforderungen nachkommen

Alte T-Shirts können mitunter sehr langweilig sein. Dieser Langeweile entkommt der modebewusste Selbstdesigner, wenn er den aktuellen Trend von Löchern und Fransen mitgeht. Schon längst sind Löcher nicht mehr allein auf Hosen beschränkt. Auch T-Shirts und andere Kleidungsstücke dürfen hier und da einen wohl platzierten Makel aufweisen. Der Used-Look regiert. Speziell in der Kombination mit Jeans und Leder können auch Nieten hinzugenommen werden um das T-Shirt wieder aufzupeppen. Hier kann der 50er-Jahre Look erzeugt werden, der letztendlich zeitlos immer wieder seine Anhänger gewinnt.

DIY muss nicht sein, kann aber!

Natürlich muss niemand mit den technischen Fähigkeiten ausgerüstet sein, um diese Bearbeitung selbst vorzunehmen. Aber es kann auch Spaß bereiten, vielleicht noch mit Freunden zusammen, in einer lustigen Runde den Schrank auszumisten und die Stücke auf Vordermann zu bringen. Das kann dann auch in eine kleine Party ausarten. Grundsätzlich sollte der Spaß im Vordergrund stehen beim Verschönern der eigenen T-Shirts. Die inspiriertesten Ideen entstehen oftmals aus einem Spaß heraus. Danach werden die Ergebnisse umso schöner sein und es macht Freude die T-Shirts nun auch in der Gruppe zu tragen um sich an die nette Aktion zu erinnern.

Beim Ausmisten nicht die falschen Stücke wegwerfen

Natürlich muss der Kleiderschrank hin und wieder ausgemistet werden. Aber der Ärger ist groß, wenn festgestellt wird, dass die falschen Stücke entsorgt worden sind. Erst wenn auch eine individuelle Verschönerung und ein gehöriges Aufpeppen nichts mehr hilft, kann die Kleidung problemlos in den Kleidercontainer. Die geretteten T-Shirts aber erfreuen sich eines neuen Lebens und werden manchmal auch zu den Lieblingsteilen, gerade weil sie nun eine Geschichte haben. Mit oder ohne handwerkliches Geschick oder künstlerisches Esprit macht die Verschönerung Sinn. Jeder kann aus kleinen Accessoires etwas Neues entstehen lassen.

Wie man einen Künstlernamen auswählt

Künstlernamen werden von vielen Künstlern verwendet: von Musikern, Schauspielern, Sportlern, Burlesque-Darstellern, Bauch- oder Erotiktänzern. Ein Künstlername ist Ausdruck dessen, was der Künstler tut, wie er sich selbst sieht und wie er vom Publikum wahrgenommen werden will. Er dient auch dazu, Privat- und Berufsleben zu trennen.

Einen Künstlernamen aussuchen

Wozu braucht man einen Künstlernamen.

Ein Künstlername kann verschiedene Dinge ausdrücken. Alle können Einfluss darauf haben, welchen Namen du letztendlich wählst.

  • “Markenzeichen“. Ein Künstlername ist wie ein Markenzeichen für deine Kunst. So kannst du eine eigene Identität als Künstler entwickeln.
  • “Trennung zwischen Privat- und Berufsleben“. Ein Künstlername ist für die Öffentlichkeit gedacht, er ist wie ein Begriff. Einige Menschen werden zwar weiter deinen echten Namen kennen aber ein Künstlername sorgt für einen gewissen Schutz der Privatsphäre.
  • “Abgrenzung“. Wenn du einen Allerweltsnamen hast, kann ein Künstlername originell sein und auf diese Weise mehr auffallen und besser im Gedächtnis bleiben.
  • “An Vorurteile denken“. In der Vergangenheit wurden manchmal Künstlernamen gewählt, um gegen Vorurteile wie Rassismus, Antisemitismus u.ä. zu protestieren. Glücklicherweise passiert das heute immer seltener. Einige Frauen wollten früher auch keine Doppelnamen tragen, weil der ihren Status als Ehefrau signalisierte und einige das als Karrierehemmnis betrachteten.

Wähle einen Namen, der deiner Persönlichkeit entspricht.

Mit einem Künstlernamen drückst du dich aus. Wofür soll er stehen? Wie kann dein Künstlername deine Persönlichkeit als Künstler oder Darsteller ausdrücken?[1]

Dein Name sollte eine Geschichte haben.

Wenn du einen Künstlernamen hast, interessiert viele Menschen, warum du dich so nennst. Wenn du dazu keine originelle Geschichte erzählen kannst, überlege dir besser eine gute Story, wie du auf den Namen gekommen bist.[2]

Recherchiere deinen Namen.

Lies im Internet oder in Namensbüchern nach, um mehr über die Bedeutung deines Namens zu lernen. Welche Geschichte hat er? Reflektieren Bedeutung und Geschichte wirklich das, was du willst?

Wähle einen Namen, den man nachschlagen kann.

Viele werden in Suchmaschinen wie Google nachsehen. Wählst du ein einfaches Wort wie „Sturm“ oder „Herz“ könnten deine Fans Schwierigkeiten haben, dich im Internet zu finden.[3]

Wähle einen Namen, der mit dir wächst.

Du magst versucht sein, einen Namen zu wählen, der gerade in Mode ist. Aber überlege auch, wo du in 10 oder 20 Jahren stehen willst. Passt der Künstlername ebenso zu einem älteren Künstler wie zu einem jüngeren?

  • Kinderdarsteller sollten darüber nachdenken, ob der Name auch noch in späteren Jahren passt. Jo Yule nannte sich Mickey Rooney – ein toller Name für einen Kinderdarsteller. Aber zu einem erwachsenen Schauspieler passt er nicht so gut. Lil`Bow Wow hat später auch das Lil` (little/klein) aus seinem Namen gestrichen.[4]
  • Wähle einen Namen, den du nicht so schnell satt hast. Schließlich solltest du deinen Künstlernamen auch in sechs Monaten noch mögen.

 

Benutze deinen Familiennamen

Nimm einen Spitznamen.

In deiner Kindheit hattest du vielleicht einen Spitznamen und der könnte sich möglicherweise als Künstlername eignen. Richard Melville Hall zum Beispiel wurde von seinen Eltern Moby genannt und der wurde dann zu seinem Künstlernamen.[5]

Nimm deinen Zweitnamen.

Benutze deinen Zweitnamen als Künstlernamen, so wie der Rapper Drake, der bürgerlich Aubrey Drake Graham heißt.[6]Auch Angelina Jolie Voight hat ihren Nachnamen weggelassen und ihren Zweitnamen zum Nachnamen gemacht.

Nimm deinen Stammbaum als Inspirationsquelle.

Nimm den Vornamen deiner Urgroßmutter oder den Zweitnamen deines Großonkels. So kannst du die Verbundenheit mit deiner Familie mit deinem Künstlernamen demonstrieren.[7]

Nimm deinen Nachnamen.

Einige Künstler benutzen nur ihren Nachnamen und lassen ihren Vornamen weg, weil er schwer auszusprechen ist oder sie ihn nie mochten. Liberace hat z.B. seinen Vornamen Wladziu weggelassen.

  • Einige Künstler haben am Anfang ihrer Karriere ihren ganzen Namen benutzt – oder einen Künstlernamen mit Vor- und Nachnamen. Mit einem neuen Karrierestart möchtest du vielleicht etwas von deiner bisher erworbenen Reputation bewahren. Lass den Nachnamen deines Künstlernamens weg und behalte nur einen Namen.
  • Oder füge einen Nachnamen hinzu. Wenn du bislang nur einen Einzelnamen führst, könntest du einen Nachnamen hinzufügen, um dich neu zu erfinden.
  • Du kannst deinen Nachnamen auch abwandeln. Einige Künstler fügen Nachnamen hinzu (mit oder ohne Bindestrich) wie Cortney Cox, die nach ihrer Heirat Arquette zu ihrem Nachnamen hinzugefügt hat (und wieder gestrichen als die Ehe vorbei war).

Nimm den Künstlernachnamen deiner Eltern.

Wenn du Künstler in der Familie hast, willst du das vielleicht aufgreifen. So profitierst du von der Reputation und Anerkennung, die Fans und Angestellte diesem Namen entgegenbringen.

  • So wurde Carlos Irwin Estévez zu Charlie Sheen. Er ist der Sohn des Schauspielers Martin Sheen, der bürgerlich Ramón Antonio Gerado Estévez hieß. Der andere Sohn, Emilio, hat den Familiennamen Estévez behalten.

Schreibweise und Darstellung des Künstlernamens

Ändere die Schreibweise deines Namens.

Wenn du deinen Namen magst, probiere andere Schreibweisen aus, die ihn vielleicht interessanter machen. Die Band Gotye – ausgesprochen Go-tie-eh ist eine andere Schreibweise des französischen Vornamens Gaultier.[8]

  • Manchmal ist das keine gute Idee. Insbesondere, wenn ein Extrabuchstabe eingefügt wird, wo es wirklich unnötig ist. Das kann zu Verwirrung führen und die Aussprache erschweren.

Vermeide Symbole im Namen.

Es mag hip klingen, ein „S“ durch ein „$“ zu ersetzen oder ein „I“ durch ein „!“. Doch es verwirrt und erschwert die Aussprache. Auch wenn Ke$ha und andere es getan haben, lass es bleiben.

  • Der Sänger Prince hat seinen Namen in ein Symbol geändert, um 1993 aus seinem Vertrag mit Warner Bros. herauszukommen. Weil das Symbol unaussprechlich war, nannte man ihn „der Künstler, der früher als Prince bekannt war“. Das funktioniert aber nur, wenn man schon ein etablierter Künstler mit vielen Fans ist. Sonst ist es viel zu kompliziert. Prince wurde wieder zu Prince als sein Vertrag mit Warner zu Ende war.[9

Füge etwas Exotisches hinzu.

Einige Künstlernamen können etwas Exotisches vertragen. Das funktioniert häufig bei Burlesque- oder Pin-up-Künstlern. Durch das Hinzufügen von „von“, „de“, oder „la“ kann der Name exotischer oder aufregender klingen.[10]

Denke an die Aussprache deines Namens.

Wenn du einen sehr ungewöhnlichen Namen hast, ist der für oft schwer auszusprechen. Schauspielernamen wie Quvenzhané Wallis, Saoirse Ronan oder Ralph Fiennes sind schwer auszusprechen. In Zeitungsartikeln muss die Aussprache oft erklärt werden.[11]

  • Vereinfache die Schreibung deines Namens, damit er leichter auszusprechen ist.
  • Wenn du berühmt bist, hast du das Problem wahrscheinlich nicht mehr

Denk global.

Wird dein Name auch international funktionieren? In Zeiten des Internets können Fans auf der ganzen Welt Kontakt zu ihren Stars aufnehmen. Denk darüber nach, wie dein Künstlername bei anderen Kulturen auf dem Globus ankommen wird.

Bleib bei Schreibweise und Darstellung.

Wenn du eine spezielle Schreibweise oder Darstellung deines Namens hast, ändere sie nicht. Springe nicht zwischen „S“ und „$“ hin- und her. Entscheide dich und bleib dabei.

Den Künstlernamen verwenden

Teste deinen eigenen Namen.

Der mag toll klingen, wenn du ihn laut im Schlafzimmer sagst aber klingt er auch gut, wenn jemand anderes dich ankündigt? Betrachte das wie einen Produkttest für deinen Namen. [12]

Behalte deinen bürgerlichen Namen.

Wenn du deinen bürgerlichen Namen nicht für immer und alle Zeiten loswerden willst, musst du ihn nicht offiziell behördlich ändern. Auf diese Weise kannst du Berufs- und Privatleben besser trennen.

Registriere den Künstlernamen bei einer Künstlergewerkschaft oder – vereinigung.

Als Mitglied einer solchen Organisation wie dem Bundesverband Schauspiel, kann ein Künstlername auch noch nachträglich angegeben werden. Du solltest aber darauf achten, dass niemand sonst in der Organisation denselben Künstlernamen hat.[13]

  • Bist du noch kein Mitglied einer Gewerkschaft oder Vereinigung, solltest du darüber nachdenken. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, sich bei einer Mitgliedschaft mit bürgerlichem und Künstlernamen zu registrieren.

Ändere die Bankunterlagen.

Hinterlege dort deinen Künstlernamen. Das ist insbesondere wichtig, wenn du ein Geschäftskonto hast und dort Honorare unter deinem Künstlernamen eingehen. Stell sicher, dass bürgerlicher und Künstlername dort hinterlegt sind, um Verwechslungen zu vermeiden.

Reserviere Social-Media-Konten mit deinem Künstlernamen.

Wenn du dich für einen Künstlernamen entschieden hast, sorge für Internetpräsenz. Eröffne ein Facebook-Konto neben deinem privaten. Probiere eine Twitter-ID mit neuem Konto.[14]

Reserviere eine Websitedomain.

Sobald du einen Künstlernamen hast, reserviere eine Domain mit diesem Namen. Das hilft, den Missbrauch deines Namens zu verhindern oder dass jemand anderes aus deinem Erfolg Kapital schlägt (Cybersquatting).[15]

  • Recherchiere in einem Domainregister wie GoDaddy oder Dotster, ob die Domain mit deinem Künstlernamen vielleicht schon vergeben ist.
  • Trage dich in einem Domainregister ein. Wähle einen Zeitraum, in dem der Domainname reserviert werden soll. Die Reservierungszeiträume laufen von einem Jahr bis zu zehn Jahren. Dafür fällt eine Gebühr an, die von Anbieter und von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein kann. Eine Erstanmeldung kostet zwischen 8 und 13 Euro.[16]

Tipps

  • Wähle einen Künstlernamen sobald du als Künstler in Erscheinung treten willst. Ein Künstlername wird deine Selbstwahrnehmung und die Interaktion mit den Fans beeinflussen.
  • Du brauchst nicht immer einen Künstlernamen. Du kannst deinen bürgerlichen Namen benutzen. Aber es erschwert die Trennung zwischen Berufs- und Privatleben. Wenn du einen besonderen Namen wie Benedict Cumberbatch hast, behalte ihn. Aber auch wenn du gewöhnliche Namen magst, kannst du deinen eigenen behalten.[17]

Quellen und Zitate

  1. https://andreahausmannphotography.wordpress.com/2011/06/11/how-to-createchoose-your-burlesque-name/
  2. http://blogs.houstonpress.com/rocks/2014/05/adopting_a_stage_name.php
  3. http://pigeonsandplanes.com/2013/01/how-to-not-pick-an-annoying-stage-name-a-guide-for-nameless-musicians/s/avoid-the-ungoogleable/
  4. http://nypost.com/2014/05/01/how-benedict-and-lupita-are-making-stage-names-obsolete/
  5. http://nameberry.com/blog/rock-star-names-how-to-create-a-superstar-stage-name
  6. http://nameberry.com/blog/rock-star-names-how-to-create-a-superstar-stage-name
  7. http://nameberry.com/blog/rock-star-names-how-to-create-a-superstar-stage-name
  8. http://www.thedailybeast.com/articles/2012/03/31/gotye-on-his-viral-hit-somebody-that-i-used-to-know.html
  9. http://www.rollingstone.com/music/lists/the-25-boldest-career-moves-in-rock-history-20110318/prince-changes-his-name-to-an-unpronounceable-symbol-20110323
  10. https://andreahausmannphotography.wordpress.com/2011/06/11/how-to-createchoose-your-burlesque-name/
  11. http://www.hollywood.com/photos/celebrities/55001810/quvenzhane-wallis-celebrities-names-unpronounceable-how-to-pronounce
  12. http://anankedance.com/choosing-a-stage-name-in-the-digital-era/
  13. http://www.bizparentz.org/gettingstarted/usingastagename.html
  14. http://anankedance.com/choosing-a-stage-name-in-the-digital-era/
  15. http://www.theregister.co.uk/2001/02/09/bruce_springsteen_loses_cybersquatting_dispute/
  16. http://www.thesitewizard.com/archive/registerdomain.shtml
  17. http://www.theguardian.com/music/2012/jan/21/lana-del-rey-pop

 

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